Ereignisse in Hannover |
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Ereignisse im deutschen Kolonialismus |
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1875 |
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1876 |
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1877 |
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Sommer: drei Hagenbecksche Völkerschauen im Zoo Hannover |
1878 |
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1879 |
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1880 |
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1881 |
Der Hamburger Kaufmann C. Woermann annektiert Duala in Togo |
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1882 |
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1883 |
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Juni: Völkerschau in Hannover |
1884 |
24.04.: Das Deutsche Reich erklärt die 1883 privat von Adolf Lüderitz gekauften südwestafrikanischen Gebiete als deutsches "Schutzgebiet" 19.05.: Togo wird deutsches "Schutzgebiet" 05./06.07.: Dr. Gustav Nachtigal schließt den einen "Schutzvertrag" für Togo ab November: Carl Peters annektiert gegen den Willen der Reichsregierung Gebiete in Südostafrika |
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1885 |
Deutsch-Ostafrika wird unter deutsche "Schutzherrschaft" gestellt, es folgen Nord-Neuguinea und das Bismarck-Archipel im Pazifik 15.11.1885 bis 26.02.1886: Berliner Kongo-Konferenz: Vierzehn Staaten teilen Afrika untereinander auf und ziehen willkürliche Grenzen |
Völkerschau ("Volksstämme Südafrikas"/"Hottentotten und Buschmänner") in Hannover |
1886 |
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1887 |
Der Deutsche Frauenverein für Krankenpflege in den Kolonien nimmt die Arbeit in den deutschen Kolonialgebieten auf |
Rudolf von Bennigsen, Senior, von 1872-1891 Vorsitzender der Nationalliberalen Partei und Mitglied des Reichstags, wird Oberpräsident der Stadt Hannover |
1888 |
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Heinrich Tramm stimmt als Mitglied des "Emin-Pascha-Komitees" Carl Peters Ostafrika-Expedition zu |
1889 |
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1890 |
20.03.: Reichskanzler Otto von Bismarck wird entlassen. Kaiser Wilhelm II. favorisiert fortan eine aktivere, konfrontative Kolonialpolitik Die deutschen "Schutzgebiete" werden zu Kolonien erklärt Helgoland-Zanzibar-Vertrag |
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1891 |
Gründung des Allgemeinen Deutschen Verbandes durch Carl Peters und Alfred Hugenberg, der 1894 zum Alldeutschen Verband wird |
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1892 |
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1893 |
Die Nama in Deutsch-Südwestafrika erheben sich unter Hendrik Witbooi |
10.07.: Verleihung der hannoverschen Ehrenbürgerschaft an Rudolf von Bennigsen (Senior) |
1894 |
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1895 |
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1896 |
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Benennung der Straßen Bismarckstraße, Kaiser-Wilhelm-Straße und Rudolf-von-Bennigsen-Ufer |
1897 |
Zweite deutsche Kolonialisierungswelle: Kiautschou (heutiger Teil Chinas) wird Kolonie |
Völkerschau ("Tartaren und Kirgisen") in Hannover |
1898 |
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1899 |
Das Deutsche Reich erwirbt weitere pazifische Kolonialbesitze: die Karolinen, Palau, Marianeninseln sowie die Samoa-Inseln |
27.04.: Verleihung der hannoverschen Ehrenbürgerschaft an Alfred Graf von Waldersee |
1900 |
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1901 |
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1902 |
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Baubeginn der Bismarck-Säule |
1903 |
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Einweihung der Bismarck-Säule (Entwurf: Alfred Sasse) und Benennung der Straßen Podbielskistraße und Walderseestraße 05.03.: Generalfeldmarschall Graf von Waldersee stirbt in Hannover |
1904 |
11.1.1904 bis 1908: In Deutsch-Südwestafrika erhebt sich das Volk der Herero gegen die brutale deutsche Kolonialherrschaft, die Nama schließen sich der Erhebung im Oktober 1904 an. Die deutsche "Schutztruppe" unter Führung von General Lothar von Trotha führt einen gnadenlosen Vernichtungsfeldzug gegen die Aufständischen, in dessen Folge bis zu 80% der Heroro und bis zu 50% der Nama getötet werden |
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1905 |
1905-1907: "Maji-Maji"-Aufstand in Deutsch-Ostafrika, in dessen Verlauf schätzungsweise 100.000 bis zu 350.000 Afrikaner von den deutschen Truppen getötet werden |
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1906 |
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1907 |
Gründung des Frauenbunds der Deutschen Kolonialgesellschaft; So genannte "Hottentotten-Wahlen" |
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1908 |
April: In Deutsch-Südwestafrika werden Diamantenfelder gefunden Mai 1908 bis 1910: In Witzenhausen richtet der Frauenbund eine Kolonialfrauenschule ein, um Frauen auf Arbeitstätigkeiten in den Kolonien vorzubereiten. Auch die Koloniale Frauenschule in Bad Weilbach (1911-1914) ist auf die praktische Wissensvermittlung ausgerichtet |
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1909 |
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1910 |
Der Frauenbund richtet in Deutsch-Südwestafrika ein Heimathaus ein, um das "Frauen-Ansiedlungsprogramm" und die Vermittlung von bezahlten Arbeitsplätzen zu erleichtern |
08.01.: Anbringung einer Gedenktafel für die hannoverschen Gefallenen des Krieges in Deutsch-Südwestafrika in der Garnisonkirche |
1911 |
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1912 |
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1913 |
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1914 |
Sommer/Herbst: Die Engländer besetzen Togo, dann Kamerun nach erfolgreichem Kampf gegen die deutschen "Schutztruppen", die daraufhin die Kolonien verlassen 1914-1918: Unter Leitung von Kommandeur Paul von Lettow-Vorbeck leistet die deutsche "Schutztruppe" in Deutsch-Ostafrika Widerstand gegen die Gegner, obwohl Gouverneur Neutralität empfohlen hatte |
21.03.: Errichtung des Waldersee-Denkmals in der Hohenzollernstraße. Bildhauer: Bernhard Hoetger |
1915 |
Juli: Deutsch-Südwestafrika wird während des Ersten Weltkrieges von Südafrika erorbert, das nach dem Versailler Vertrag ein Treuhandmandat des Völkerbundes für dieses Land erhält |
Benennung des Carl-Peters-Platzes 16.11.: Stadtdirektor Tramm erhält Ehrenbürgerschaft Hannovers |
1916 |
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1917 |
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10.09.: Carl Peters stirbt in Woltorf bei Peine 13.09.: Beschluss des Magistrats für Carl Peters ein Ehrengrab auf dem Stadtfriedhof Engesohde zur Verfügung zu stellen (Antrag von Stadtdirektor Heinrich Tramm) |
1918 |
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Ereignisse in Hannover |
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Ereignisse im deutschen Postkolonialismus |
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1919 |
02.03.: In einem Triumphzug ziehen die als unbesiegt geltenden deutsch-ostafrikanischen "Schutztruppen"-Angehörigen unter Kommandeur Lettow-Vorbeck sowie dem letzten Gouverneur Heinrich Schnee durch das Brandenburger Tor. In der Folge unterzeichnen 4 Mio. Deutsche Proteste gegen die erzwungene Aufgabe der Kolonialgebiete 28.06.: Unterzeichnung des Vertrags von Versailles: Deutschland hat alle Kolonialgebiete abzutreten Das Reichskolonialamt wird in das Reichskolonialministerium (existiert bis 1920) umgewandelt, das die ehemaligen Kolonialgebiete abzuwickeln hat |
Gustav Noske wird Oberpräsident der Provinz Hannover. Er war als SPD-Reichtagsmitglied ab 1906 für Militär- und Kolonialfragen zuständig. |
1920 |
Der ehemalige Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Heinrich Schnee, gibt das "Deutsche Koloniallexikon" heraus |
Mai: Völkerschau ("Afrikanisches Dorf") und Dreharbeiten im Zoo Hannover |
1921 |
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1922 |
Gründung der Kolonialen Reichsarbeitsgemeinschaft (KORAG) als Dachverband für die zahlreichen Kolonialverbände. Größte Verbände sind die Deutsche Kolonialgesellschaft (1887-1936), zu dessen Vizepräsidenten u. a. Konrad Adenauer gehörte, und der Deutsche Kolonialverein |
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1923 |
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30.05.: Magistratsbeschluss zur Umbenennung der Haspelstrasse in "Am-Karl- Peters-Platz" |
1924 |
01.04.: Im Auswärtigen Amt wird die Abteilung IIIa eingerichtet, die für koloniale Angelegenheiten zuständig ist. Heinrich Schnee schreibt im Auftrag des Auswärtigen Amtes sein Buch "Die koloniale Schuldlüge", das in mehreren Sprachen erscheint |
Sommer: Völkerschau ("Inder") im wiedereröffneten Zoo Hannover |
1925 |
Die UFA-Kulturfilm Produktion gibt den Dokumentarfilm "Zum Schneegipfel Afrikas" in Auftrag, weitere Filme mit Afrikabezug folgen Im Reichstag gründet sich die Interfraktionelle Koloniale Vereinigung, der Ex-Gouverneur Heinrich Schnee (DVP) und Ex-Kolonialsekretär Bernhard Dernburg angehören 16.10.: Auf der Locarno-Konferenz werden die Vorwürfe gegen Deutschlands ehemalige Kolonialpolitik teilweise zurückgenommen |
Völkerschau ("Somali") im Zoo Hannover |
1926 |
Auf Anweisung des Auswärtigen Amtes wird das Institut für Kulturfilm aufgebaut, dessen Aufgabe die kolonialrevionistische Propaganda ist. Im gleichen Jahr erscheint Hans Grimms Roman "Volk ohne Raum", der hohe Absatzzahlen erhält |
Benennung der Bebelstraße |
1927 |
Deutschland erhält einen Sitz in der Ständigen Mandatskommission des Völkerbundes |
Benennung der Straßen Nachtigalstraße und Wißmannstraße März: Hannoverscher Provinzial-Kriegerverband lädt zu Vortrag über "Raub der deutschen Kolonien" ein 12.06.: Beschluss der Kommission für das Garten-, Friedhofs- und Forstwesen zur Aufstellung des Carl-Peters-Grabmals auf dem Stadtfriedhof Engesohde 10.09.: Einweihung des Carl-Peters-Grabmals auf dem Engesohder Friedhof. Finanzierung des Gedenksteins erfolgt durch Freundeskreis Carl Peters. |
1928 |
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1929 |
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1930 |
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Sommer: Völkerschau ("Südsee-Insulaner") in Hannover |
1931 |
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Umbenennung des Brehmplatzes in Robert-Koch-Platz Sommer: letzte Völkerschau ("Tellerlippen-Negerinnen und Buschmänner") in Hannover September: Gedenkfeier der "Kolonial-Gesellschaft" am Grab von Carl Peters |
1932 |
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1933 |
Gründung des Reichskolonialbundes, in dem ab 1936 nach Gleichschaltung viele Kolonialverbände aufgingen |
07.-11.03.: Kolonialschau im Walter-Schumann-Heim (Nikolaistr. 10), die von der NSDAP-Kreisleitung der Stadt Hannover in Verbindung mit dem Ortsverein des Reichskolonialbundes organisiert wird 18.11.: Gedenkfeier des "Reichskolonialbundes" für Carl Peters unter Schirmherrschaft des hannoverschen Oberbürgermeisters |
1934 |
"Reichskolonialjahr"; u. a. gibt die Reichspost eine Carl-Peters-Briefmarke heraus |
26.10.: Im Leineschloss in Hannover wird die erste "Kolonialausstellung" des Landesmuseums eröffnet, die ab 1939 unter neuer Konzeption im Dr. H.-E. Göring-Kolonialhaus (Jägerstraße) präsentiert wird Mai: Abriss der Bismarcksäule 27.10.: Aufstellung des Karl-Peters-Denkmals auf dem Karl-Peters-Platz, Bildhauer: Ulfert Janssen (Vorname wird von Carl zu Karl geändert) |
1935 |
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27.09.: Gedenkfeier von Kolonial- und Soldatenverbänden anlässlich des 80. Geburtstages von Carl Peters in Hannover |
1936 |
1936 bis Mai 1940: Die "Deutsche Afrika-Schau" des NSDAP-Propagandaministeriums nimmt das Völkerschauen-Konzept auf und reist durch Deutschland |
26.11.: Benennung der Straßen Kamerunstraße, Lettow-Vorbeck-Allee und Ostafrikastraße durch den Polizeipräsidenten |
1937 |
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April bis November: Zweite hannoversche Kolonialschau, organisiert vom Reichskolonialbund, Gau Süd-Hannover-Braunschweig Der hannoversche Geographieprofessor, Erich Obst, wird vom Deutschen Reichskolonialinstitut beauftragt, ein 19-bändiges Afrika-Handbuch zu erstellen, von dem bis 1945 elf Bände erscheinen |
1938 |
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29.06.1939-1943: Im "Dr. H. E. Göring Kolonialhaus" (Jägerstraße 4) wird eine ständige Kolonialschau präsentiert. Leiter des Hauses wird G. Thiemann-Groeg, der auch für die koloniale Schulung im Gauverband Süd-Hannover-Braunschweig zuständig ist Benennung der Rohlfsstraße |
1939 |
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1940 |
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1942 |
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1943 |
15.2.: Auflösung des Kolonialpolitischen Amtes und des Reichskolonialamtes auf Anordnung Hitlers |
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1944 |
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1945 |
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1946 |
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1947 |
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1948 |
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1949 |
Das Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten (DDR) nimmt seinen Dienst auf. Erst 1956 wird ein Afrikareferat eingerichtet, 1959 eine selbständige Abteilung Afrika |
24.10.: In einem Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung Bericht über das Karl-Peters-Denkmal und Aufforderung, "um der deutschen Bedeutung des Mannes willen", das Peters-Denkmal zu restaurieren, denn "es läßt sich am Karl-Peters-Platz noch echte große Geschichte ablesen" |
1950 |
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1951 |
15.03.: Einrichtung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland in Bonn |
17.09.: Umbenennung eines Teiles der Bühmerstrasse in "Am-Karl-Peters-Platz" |
1952 |
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1953 |
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1954 |
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1955 |
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17.04.: In der Serie "Unsere Denkmäler" der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung Vorstellung des Carl-Peters-Denkmal; keine kritische Auseinandersetzung mit Person Peters gegeben 02.-03.06.: Widersehensfeier des "Verbandes der ehemaligen Kolonialtruppen" in Hannover 03.06.: Feier der ehemaligen Kolonial- und Überseetruppen am Karl-Peters-Denkmal. Stadt übernimmt die Kosten für die Aufstellung von vier Fahnenmasten für diesen Anlaß |
1956 |
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1957 |
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1958 |
8.5.: Gründung der "Deutschen-Afrika-Gesellschaft" (DAG) durch eine kleine Gruppe von Unionspolitikern und Wirtschaftsbossen. Die Gesellschaft besteht bis 1975 |
28.10.: Benennung der Straßen Kamerunweg, Togoweg, Windhukstraße durch die Ratsversammlung |
1959 |
Oktober: Auf der bundesdeutschen Botschafterkonferenz in Addis-Abeba werden erste Überlegungen zur Afrika-Politik formuliert: "Der Bundesrepublik als kolonial unbelastetem und wirtschaftlich hochentwickeltem Land fällt eine natürliche Vermittlerrolle in der Auseinandersetzung zwischen dem unabhängig werdendem Afrika und seinen bisherigen Mutterländern zu." [1] |
19.07.: In der Serie der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung "Wie wäre es, wenn..." wird an "an den großen Deutschen erinnert": Carl Peters |
1960 |
01.01.: Unabhängigkeit Kameruns;
27.04.: Unabhängigkeit Togos;
09.12.: Unabhängigkeit Tanganyikas;
In BRD Gründung des "Afrikawissenschaftlichen Komitees" innerhalb des Afrika-Vereins
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1961 |
Einrichtung einer Afrika-Studienstelle am IFO-Institut für Wirtschaftsforschung, München |
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1962 |
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1963 |
10.12.: Zanzibar wird unabhängig; Gründung des Deutschen Instituts für Afrika-Forschung in Hamburg. Umwandlung in eine Stiftung Institut für Afrika-Kunde 1975 |
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1964 |
28.04.: Gründung der Vereinigten Republik Tanzania (Tanganyika und Zanzibar) |
Benennung der Straßen Safariweg und Savannenweg |
1965 |
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1966 |
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22.02.: Benennung des Frenssenufers durch einstimmigen Beschluss der Ratsversammlung auf Antrag des Bauausschusses |
1967 |
Einrichtung der Arbeitsstelle Politik Afrikas an der FU Berlin |
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1968 |
12.06.: Die UNO führt den Namen Namibia für Südwestafrika ein |
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1969 |
Gründung der "Vereinigung von Afrikanisten in Deutschland e.V. (VAD), als Sammelbecken der kritischen Afrikawissenschaft |
Benennung des Albert-Schweitzer-Hofes Vorschlag des SPD-Ortsvereins List-Süd, die Walderseestraße in "Gustav-Heinemann-Straße" umzubenennen |
1970 |
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1971 |
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1972 |
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Forderung zur Umbenennung der Karl-Peters-Platzes in "Salvador-Allende-Platz" |
1973 |
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VA-Beschluss, keine bestehende Strasse in "Salvador-Allende Platz" umzubenennen |
1974 |
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1975 |
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1976 |
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1977 |
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Beschluss der Ratsversammlung zur Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen, in dem Rassismus als möglicher Umbenennungsgrund genannt wird |
1978 |
26.02.-04.03.:Außenminister Genscher besucht Tanzania, Burundi, Ruanda und vom 13.-19.10. Namibia und Südafrika |
Erste Intiative mit der Forderung der Umbenennung des Karl-Peters-Platz wegen der Person Carl Peters. Ablehnungsschreiben der Verwaltung (u.a. wegen der Begrenzung von Umbenennungen auf gleichlautende Strassennamen) |
1979 |
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01.03.: Anfrage der DKP-Stadtteilgruppe Ahlem/Linden-Nord zur Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Allee |
1980 |
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1981 |
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1982 |
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Forderung, den Karl-Peters-Platz umzubenennen und das Denkmal abzureißen. Antwort der Verwaltung: "dass... aufgrund der vom Rat beschlossenen Grundsätze zur Benennung von Strassen, Wegen und Plätzen auch nur dieser in der Sache aktiv werden kann." |
1983 |
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09.02.: Gründung des Friedensforums Südstadt als Zusammenschluss aller am Friedensgruppen der Südstadt 08.10.: Ausstrahlung NDR-Produktion "Immer noch Ehrung von..." 16.10.: Veranstaltung des Friedensforums Südstadt zu Carl Peters |
1984 |
5.7.: Bundesratspräsident Franz-Josef Strauß bekräftigt die deutsch-togolesische Freundschaft im Rahmen der 100-Jahr-Feier anläßlich des Abschluss der "Schutzverträge" mit dem Deutschen Reich |
Januar: Meinungsumfrage der SPD Hanover Südstadt-West an die Anlieger des Karl-Peters-Platzes 19.09.: Antrag der SPD auf Mahntafel am Karl-Peters-Denkmal wird von der CDU abgelehnt 26.10.: 50 Jahre Karl-Peters-Denkmal: Solidaritätskundgebung des Friedens-Forums mit Südafrika |
1985 |
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20.02.: DKP-Antrag zur Karl-Peters-Mahntafel 31.03.: Ostermarschierer fordern Umbenennung des Karl-Peters-Platzes |
1986 |
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1987 |
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Benennung der Straße Frobeniusweg 30.06.: Anbringung einer Mahntafel gegen den Kolonialismus am Carl-Peters-Denkmal |
1988 |
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Januar:In "Die Zeit" erscheint ein Artikel über Carl Peters und den hannoverschen Streit über die Umbenennung des ihm gewidmeten Platzes 06.07.: Podiumsdiskussion zur Umbenennung des Karl-Peters-Platz auf Einladung der Geschichtswerkstatt e. V. Hannover. PodiumsteilnehmerInnen: Christa Klassen vom Friedensforum Südstadt, Reinhard Apel - CDU Fraktionsvorsitzender Bezirksrat Südstadt/Bult; Prof. Dr. Helmut Bley, Bodo Dringenberg - Linguist und Sprachhistoriker; Dr. Bernd Wegener - Leiter Dez. im Stadtvermessungsamt; Leitung: Olaf Mußmann - Geschichtswerkstatt 19.10.: Ratsbeschluss über die Ergänzung der Grundsätze für die Benenung von Strassen, Wegen und Plätzen |
1989 |
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1990 |
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Februar: Laut einer Leserumfrage der HAZ-Stadtteilzeitung sprechen sich 79% der Bewohner des Karl-Peters-Platzes gegen eine Umbenennung aus 16.04.: NDR-Produktion, Beitrag in "Hallo Niedersachsen" über die Umbenennung des Karl-Peters-Platzes in Hannover Sommer: Am Karl-Peters-Platz unterrichtet eine Kunstaktion im Rahmen des achten "Blattschuß" über deutschen Kolonialismus 27.06.: Ratsbeschluss der Stadt Hannover: Der Karl-Peters-Platz und die anliegenden Strassen werden umbenannt und erhalten den Namen Bertha-von-Sutner-Platz August: Acht Anlieger legen Widerspruch gegen die Umbenennung des Karl-Peters-Platz ein |
1991 |
21.03.: Namibia erlangt die Unabhängigkeit;
Christian Ströbele, Die Grünen, meint, dass Deutschland keine kolonialen Belastungen mehr trage und deshalb eine Vorreiterrolle in Afrika übernehmen solle |
15.01.: Der Sadtbezirksrat Südstadt-Bult fordert den Rat auf, die Umbenennung zu revidieren 14.05.: Ratsbeschluss: Zurückweisung der Widersprüche. Bestätigung der Umbenennung in Bertha-von-Sutner-Platz 23.07.: Klage der Anlieger gegen die Umbenennung wird an das Verwaltungsgericht Hannover weitergeleitet |
1992 |
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26.03.: Verwaltungsgericht Hannover: Einstellung des Verfahrens wegen "Verfahrensfehler" bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses (Bekanntmachung) 15.06.: Erneuter Ratsbeschluss zur Ablehnung der Widersprüche gegen die Umbenennung mit sofortiger Vollziehung zum 01.07.1993 29.06.: Verwaltungsgericht Hannover stellt die aufschiebende Wirkung der Widersprüche (Klage) wieder her Juni/Juli: Aufhebung der Ehrengrabpflege für das Grab von Carl Peters im Rahmen der städtischen Sparmaßnahmen 01.11.: Verwaltungsgericht Hannover weist die Klage gegen die Umbenennung des Karl-Peters-Platz ab |
1993 |
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07.01.: Urteil des Verwaltungsgericht Hannover vom 01.11.1993 wird als rechtskräftig erklärt 01.02.: Die Umbenennung des Karl-Peters-Platzes und der Strasse Am-Karl-Peters-Platz in Bertha-von-Suttner-Platz wird vollzogen. Die neuen Stassenschilder werden angebracht |
1994 |
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Oktober: Dokumentation des Leistungskurs Geschichte der IGS Roderbruch über Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee; die Stadt Hannover erklärt, sie hätte für eine Hinweistafel am Straßenschild kein Geld. |
1995 |
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1996 |
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1997 |
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1998 |
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1999 |
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Sommer: In Hannover findet die Weltausstellung (EXPO) statt |
2000 |
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2001 |
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14.06.: Im Niedersächsischen Landesmuseum wird die Ausstellung "Namibia - auf dem Weg zur Nation" eröffnet, die in Zusammenarbeit mit dem Museum Swakopmund in Namibia erstellt worden ist |
2002 |
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2003 |
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2004 |
Januar: Bundeskanzler Gerhard Schröder ist auf Staatsbesuch in Äthiopien, Kenia, Südafrika und Ghana; im Rahmen des 100. Jahrestages des Aufstandes der Herero und Nama gegen die deutsche Herrschaft gibt es kein Wort der Entschuldigung seitens der deutschen Regierung |